VWM - Vereinigung Westfälischer Museen e. V.
 
Wir über uns
Kontakt/Impressum
Aktuelles und Aktivitäten
Publikationen
Links: Institutionen für Museen in Westfalen

Aktuelles Vorschau | Rückschau | AK Museumspädagogik | AK Internet |

> Geschichte des AK
> Bibliografische Hinweise
> Kosten einer Führung

15 Jahre Arbeitskreis Museumspädagogik
in der Vereinigung Westfälischer Museen

Auf der Frühjahrstagung 1994 der Vereinigung Westfälischer Museen am 29. April um 14.00 Uhr fand laut Programm die Gründungsversammlung einer Arbeitsgemeinschaft "Museumspädagogik und Öffentlichkeitsarbeit" im Rahmen der VWM statt. Dem Tagungsprogramm war ein gesondertes Blatt beigefügt, aus dem hier zitiert wird:

"Ein besucherfreundliches Museum zu gestalten bedarf sicherlich mehr als der Herausgabe von Führungsblättern und Anbringung von ausreichender Objektbeschriftung. Museumspädagogische Initiativen sind nachweisbar in der Lage, bestimmte Besuchergruppen oder auch Einzelbesucher gezielt anzusprechen und für das Museum zu gewinnen. [...]
Die ... zu gründende Arbeitsgemeinschaft "Museumspädagogik und Öffentlichkeitsarbeit" soll innerhalb der Vereinigung Westfälischer Museen zukünftig ein offenes Gesprächsforum bieten, auf dem die oben angesprochenen Probleme – besonders in einer Zeit finanzieller Engpässe – aufgegriffen und diskutiert, gute Erfahrungen aus verschiedenen Museen untereinander bekannt gemacht, ähnlich gelagerte Initiativen besser vernetzt und, wo immer es möglich ist, gegenseitige Hilfen bei der Realisierung vor Ort gegeben werden können.
Zugleich versteht sich die Arbeitsgemeinschaft als lockerer Gesprächskreis von Museumsleitern und wissenschaftlichen Mitarbeitern mit Museumspädagogen und Pressevertretern, die das gemeinsame Interesse zusammenführt, die jeweilige Museumsarbeit besser und vor allem effektiver zu gestalten und von neuen Anregungen für den eigenen Bereich zu profitieren.
Um diese Ziele zu erreichen, will die Arbeitsgemeinschaft in bestimmten Abständen Informations- und Fortbildungsveranstaltungen organisieren und auf diese Weise einen intensiven Erfahrungsaustausch aller Beteiligten initiieren. Es ist daran gedacht, diese Arbeitsgemeinschaft zukünftig jeweils in die jährlichen Herbsttagungen der VWM einzubinden."


Die Initiative zur Gründung der AG kam von Klaus Kösters aus dem damaligen Referat für Museumspädagogik der Landesbildstelle Westfalen und von Joachim Meynert, dem stellvertretenden Leiter des Mindener Museums für Geschichte, Landes- und Volkskunde. Während der Diskussion, ob eine solche AG innerhalb der Vereinigung etabliert werden sollte, gab es durchaus nicht nur Befürworter. Bei der Abstimmung ergab sich dann aber eine große Mehrheit für die Gründung der AG Öffentlichkeitsarbeit und Museumspädagogik.

Nach einer ersten gemeinsamen Tagung mit der Vereinigung im Oktober 1994 in Paderborn trafen sich interessierte Museumspädagogen und Museumsleiter dann am 20.02.1995 im Stadtmuseum Beckum, um die AG organisatorisch auf stabilere Beine zu stellen. Herr Kösters schlug deshalb in Absprache mit Herrn Dr. Polenz als dem Geschäftsführer der VWM vor, einen Sprecher sowie ein Gremium aus etwa drei weiteren Personen zu wählen, deren Aufgabe in der Vorbereitung und Mitarbeit an den Tagungen der Vereinigung Westfälischer Museen sowie in der Planung von Veranstaltungen der AG (Fortbildungen) bestehen sollte. Das Sprechergremium sollte an den Vorstandsversammlungen der Vereinigung teilnehmen. Ulrich Neseker wurde zum Sprecher bestimmt, anschließend wählten die Anwesenden ein Gremium aus vier Personen, von denen auch heute noch zwei in der Museumspädagogik aktiv sind: Margret Sonntag aus Gescher und Petra Brinkmann aus Minden.

Zum Konzept der Tagungen


Die Tagungen sollen Einblicke in die museumspädagogische Arbeit der einzelnen Häuser geben. Wichtig ist dabei der Praxisbezug. Als Tagungsteilnehmer soll man möglichst selbst an museumspädagogischen Programmen teilnehmen können. So wurden sehr schöne Ausstellungen im wahrsten Sinn des Wortes erlebt. Bisher konnten z.B. historische Spiele gespielt, Zigarren gerollt oder Stadtrundgänge gemacht werden, und es bestand die Möglichkeit, Papier zu schöpfen, mittelalterliche Schrift zu üben oder als Blinde bzw. Sehbehinderte römische Geschichte zu erfahren. Dazu gibt es bei den Tagungen immer Kurzbeiträge, in denen in höchstens 15 Minuten neue Ausstellungen, Programme oder Trends vorgestellt werden.

Nicht zuletzt sind diese Veranstaltungen ein Gesprächsforum für Gleichgesinnte. Aus diesem Grund ist immer Zeit für die Teilnehmer, sich mit anderen Pädagogen und Wissenschaftlern auszutauschen, Kooperationen zu vereinbaren oder einfach mit Gleichgesinnten über die Probleme zu sprechen, die bei immer kleiner werdenden finanziellen Ressourcen der Kommunen im kulturellen Bereich besonders häufig und massiv auftreten.


Teilnehmerzahlen


Im Durchschnitt kamen zu den Tagungen des AK etwas mehr als 40 Teilnehmer. Dabei waren mit 58 die meisten Teilnehmer 2006 in Hamm, aber auch in Rheine, Haltern und im Naturkundemuseum in Münster waren 45 oder mehr Interessenten dabei.

Tagungsorte


Da eine Beteiligung der AG bei den Frühjahrstagungen der Vereinigung Westfälischer Museen aus zeitlichen Gründen nicht möglich war, fand im Juni 1995 in Minden eine erste eigenständige Veranstaltung statt. Tagungsthema war "Freizeit im Museum". Am 11.12.1995 kam ein weiteres Treffen der AG in Gescher zustande. Seitdem ist dieser Termin in vielen Kalendern vermerkt: Es ist der erste Montag nach der ersten vollständigen Woche im Dezember.

Die weiteren Tagungsorte waren
1996 das Burghofmuseum in Soest,
1997 das Falkenhofmuseum in Rheine,
1998 das Römermuseum in Haltern,
1999 das Westfälische Museum für Naturkunde in Münster,
2000 das Westfälische Landesmuseum für Kunst in Münster, und
2001 das Weserrenaissance-Museum Schloss Brake.
Die Tagungen ab 2002 sind samt ihrer Programme auf der umfassenden Rückschau-Seite verzeichnet.

Der AK ist bemüht, die Tagungsorte auf ganz Westfalen zu verteilen. Das ist bisher auch gut gelungen, wenn man einmal davon absieht, dass das für viele potentielle Interessenten weit entfernte Siegerland bisher zu kurz gekommen ist. Es gibt aber auch politische Gründe, einmal in einer bestimmten Stadt zu tagen. Wenn es zum Beispiel um die Rettung eines Museums geht, kann eine solche Tagung, die über die Vereinigung Westfälischer Museen organisiert wird, Wunder bewirken! Weitere Gründe, in einem Museum zu tagen, sind Neueröffnungen, wie das in Bünde der Fall war, oder besonders spannende Ausstellungen.

Nach oben