VWM - Vereinigung Westfälischer Museen e. V.
 
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Geschichte

75 Jahre Vereinigung Westfälischer Museen e.V. 1926-2001

Die Vereinigung Westfälischer Museen e.V. entstand, als sich am 11. Mai 1926 auf Einladung von Prof. Dr. Max Geisberg (1875-1943), des damaligen Direktors des
Westfälischen Landesmuseums für Kunst und Kulturgeschichte Münster, Museumsleiter aus allen Teilen Westfalens trafen und eine Arbeitsgemeinschaft mit zunächst 19 Mitgliedern bildeten, die sie "Vereinigung Westfälischer Museen" nannten. Ihre Zielsetzung war laut Satzung Beratung in den Angelegenheiten der Heimatmuseen, Fühlungnahme ihrer Leiter, Auswertung der Bestände und Abgrenzung der Sammlungsaufgaben. Die praktische Museumsberatung erfolgte durch das Landesmuseum, anfangs insbesondere durch die Assistenten Rudolf Uebe und Robert Nissen. Wichtig für den kollegialen Kontakt und Austausch waren die seit 1926 kontinuierlich ein- bis zweimal im Jahr stattfindenden Tagungen in Münster und allen Teilen Westfalens. Seit 1928 wurden auch Wanderausstellungen zu kunst- und kulturgeschichtlichen Themen organisiert. 1935 wurde erstmals ein Westfälischer Museumsführer herausgegeben, dem 1955 und 1971 weitere folgten.

Von 1926 bis 1978, also mehr als fünfzig Jahre, hat die VWM zuerst für den Provinzialverband Westfalen, dann für den Landschaftsverband Westfalen-Lippe Aufgaben der regionalen Museumspflege erfüllt. Sie war bei der Förderung, Neugestaltung, Gründung und Projektentwicklung von Museen ein gefragter Partner, bis für diese Aufgaben 1978 der Landschaftsverband ein eigenes Museumsamt einrichtete. Seither sind auch die Direktoren des Landesmuseums nicht mehr geborene Vorsitzende, sondern werden nach einer neuen Satzung gewählt.

Max Geisberg (bis 1934), Robert Nissen (bis 1945), Walther Greischel (1946-1954), Hans Eichler (1955-1972), Paul Pieper (1972-1977), Peter Berghaus (1978-1985) und dann bis 1996 Klaus Bußmann standen der Vereinigung vor. Die Hauptlast der Arbeit ruhte indes jeweils auf den Schultern des Geschäftsführers, 1946 bis 1972 Paul Pieper, dann (bis 1984) Siegfried Kessemeier und Hartmut Polenz (1984-1996, seitdem Vorsitzender). Nachfolger von Ellen Schwinzer (1996-2000), Gustav-Lübcke-Museum Hamm, wurde 2000 Gerd Dethlefs (Westfälisches Landesmuseum für Kunst und Kulturgeschichte Münster). Die Vereinigung widmete sich nicht nur der Kontaktpflege und stellte auf ihren Tagungen viele Mitgliedsmuseen im Kollegenkreis vor, sie veranstaltete auch Fortbildungen und bot für aktuelle Fragen des Museumswesens ein Forum. Nicht das Wirken im Rampenlicht der Öffentlichkeit, sondern die Dienstleistung für die Museen war stets ihre Hauptaufgabe. Seit 1995 gibt es einen Arbeitskreis der Museumspädagogen in Westfalen, der jährlich gut besuchte Fachtagungen durchführt.

An Leistungen aus der jüngeren Zeit ist die Bibliographie westfälischer Museen (1995, 267 S., 50 Abb.) erhältlich in der Geschäftsstelle (portofrei für Euro 8,-) und die Gründung einer Schriftenreihe Tagungsberichte (Heft 1: Ausstellungen über die Revolution 1848/49 in Westfalen, 2000) zu nennen. Anfang 2001 wurde das Archiv der Vereinigung als Depositum dem Westfälischen Archivamt übergeben; es wird zur Zeit durch Dr. Siegfried Kessemeier verzeichnet, um die für die westfälische Museumsgeschichte bedeutsamen Bestände der Öffentlichkeit und vor allem den Mitgliedsmuseen zugänglich zu machen.

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