VWM - Vereinigung Westfälischer Museen e. V.
 
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Museen in Not

Die Verwaltung der Stadt Bad Oeynhausen hatte 2010 vorgeschlagen, das erhebliche Haushaltsdefizit u.a. durch die Schließung der Bad Oeynhausener Museen aufzufangen. Es ging hier vor allem um das Deutsche Märchen- und Wesersagenmuseum (vgl. die Zeitungsberichte "Neue Westfälische" vom 27.03.10 und "Westfalen-Blatt" und 15.04.10). Der Vorsitzende der Vereinigung Westfälischer Museen, Dr. Bennie Priddy, und weitere Vorstandsmitglieder hatten in dieser Sache Protestbriefe an den Bürgermeister und an die Vorsitzenden der Ratsfraktionen geschrieben. Außerdem wurden vor Ort fast 5000 Unterschriften für den Erhalt der Museen gesammelt.

Sparliste Bad Oeynhausen Umfrage-Ergebnisse
Neue Westfälische, 27.03.10 Westfalen-Blatt, 15.04.10
Einige Ratsfraktionen hatten sich daraufhin am 18.06.10 für einen Aufschub der Schließung des Museums ausgesprochen (Bericht hier). Die Entscheidung über die Sparpläne hat der Rat der Stadt am 07.07.2010 durch Beschluss eines Doppelhaushalts 2010/2011 vertagt: Die Museen bleiben Bad Oeynhausen vorläufig erhalten, fraglich ist aber, in welcher Form. Wir freuen uns, dass die Proteste diesen Erfolg bewirkt haben.

Um Kosten zu sparen, wird das renommierte Stadt- und Bädermuseum in Bad Salzuflen geschlossen und in ein Restaurant umgewandelt (vgl. den Bericht in der Lippischen Landes-Zeitung). Hier halfen Proteste seitens der Vereinigung Westfälischer Museen nichts, da sogar die Lokalpresse die Schließungspläne begrüßte (vgl. den nebenstehenden Kommentar vom 17.04.10).

Kommentar LLZ Salzuflen

Zum noch im Sommer 2010 durch Verlust einer hauptamtlichen Leitung gefährdeten Hellweg-Museum in Unna gibt es dagegen einen weiteren Erfolg auch unseres Protestes zu vermelden: Wie der Hellweger Anzeiger am 28.10.10 vermeldet, soll immerhin eine der beiden Leiterinnen dem Museum mit einer halben Stelle dauerhaft erhalten bleiben.